„Die Organisation vom Kopf auf die Füße stellen!“

Mein erster inhaltlicher Blogeintrag widmet sich einem wesentlichen Thema in der SJ & der Gesellschaft: Demokratie!

Ich glaube das leicht abgewandelte Zitat von Karl Marx in der Überschrift trifft den Zustand der SJ ziemlich gut. Wir erleben alle die Sozialistische Jugend vielfach als pyramidenförmige Struktur: „ganz oben“ der Verband, dann die Länder und irgendwo „unten“ die Bezirke und Gruppen. Der Verband oder die Länder tüfteln irgendwas aus und die Strukturen „müssen“ dann vor Ort die oben überlegten Ideen umsetzen, ohne dass sie in Entstehung & Entwicklung eingebunden waren. Ich bin der Meinung, dass uns diese viel zu hierarchischen Strukturen viel an politischer Schlagkraft nehmen. Ich will diese Strukturen aufbrechen. Ich will für die Zukunft erreichen, dass alle Mitglieder ein wesentlicher Teil der Sozialistischen Jugend Österreich sind, daher müssen wir aber sicherstellen, dass auch alle Mitglieder die Möglichkeit haben sich aktiv in die Verbandsarbeit einzubringen. Die SJ hat zu Recht die Sozialdemokratie kritisiert und am letzen Bundesparteitag einen Antrag unter dem Motto „Mehr Demokratie wagen“ eingebracht. Selbstkritisch muss man aber festhalten, dass auch die SJ hier noch viele Aufgaben zu erledigen hat.

Das heißt daher aus meiner Sicht konkret: In Zukunft sollen wichtige politische Entscheidungen nicht in kleinem Kreis beschlossen werden, sondern möglichst breit in der gesamten Organisation diskutiert werden.  Was hindert uns, öfter Urabstimmungen in der Organisation abzuhalten um die wesentlichen politischen Leitlinien in Zeiten außerhalb des Verbandstages zu beschließen? Was hindert uns jedem Verbandsvorstandsmitglied einen Themenbereich zu verantworten, in welchem er offene Projektgruppen abhalten muss, damit sich am Thema interessierte SJlerInnen einbringen können?  Was hindert uns, einen neuen Strategiekongress ins Leben zu rufen, den wir einmal jährlich offen abhalten um die Strategie der Organisation für das kommende Jahr breit zu diskutieren? Was hindert uns daran, in Zukunft auch die VertreterInnen der SJ in den internationalen Dachverbänden YES und IUSY oder die VerterterInnen in der Bundesjugendvertretung  auch am Verbandstag zu wählen und nicht nur am Verbandsvorstand?  Was hindert uns, dass wir nicht im Allgemeinen – wie jetzt bei der EU Wahl – die Kampagnen möglichst breit und transparent ausarbeiten?

Die Wahrheit ist: Es hindert uns nichts! Viel mehr ist es eine einmalige Chance, allen tausenden SJ-Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv am politischen Leben der SJ zu beteiligen. Das führt meiner Meinung nach unweigerlich zu einer stärkeren Politisierung der SJ und einer besseren Kampagnenfähigkeit der gesamten Organisation. Denn sind wir uns ehrlich: Jede/r setzt etwas engagierter um, wenn er/sie selbst an der Enstehung beteiligt war! Deshalb: Durchfluten wir auch die SJ mit mehr Demokratie und  stellen wir die Strukturen vor Ort in den Mittelpunkt unserer Arbeit!

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