SCHIEBT DEN WAL, SCHIEBT DEN WAL, SCHIEBT DEN WAL ZURÜCK INS… JA WOHIN EIGENTLICH?

2013 wurde medial als das „Superwahljahr“ schlechthin bezeichnet. Doch auch im Jahr 2014 befinden wir uns mitten in einem Wahlkampf und 2015 steht ebenfalls in einigen Bundesländern der berühmt berüchtigte und verhasste Wahlkampf auf der Tagesordnung. Wahlen sind Teil unserer politischen Realität. „Diese Wahl ist eine Richtungsentscheidung“, wird bei jeder Nationalratswahl aufs Neue hinaus- posaunt, auch wenn sich die Parteien einander ideologisch immer mehr nähern. Doch trotzdem: Wahlen beeinflussen fast alles was rund um uns passiert – sie können uns als politische Jugendorganisation deshalb nie egal sein.

SCHIEBT DEN WA(H)L ZURÜCK INS MEHR!


Es braucht ein Mehr. Mehr Analyse. Mehr Aufklärung. Parteien werfen oft mit netten Slogans um sich, während ihre Programme vor Grausigkeiten strotzen. Forderungen klingen gut und richtig, obwohl sie bei näherer Betrachtung ungeahnte nicht vertretbare Auswirkungen haben. Wir müssen diese inhaltlichen Gruselgeschichten offen legen und Parteien demaskieren, um zu zeigen, was es bedeutet sie zu wählen. Ein bestes Beispiel dafür waren heuer die NEOS. Mit pinken Aufputz haben sie Einkehr in die heimischen Wahlkabinen gefeiert, während sie die Folgen der versprochenen „Individualität“ falsch dargestellt haben.

Jede neue Wahlkampfsituation muss von uns analysiert werden. Wir müssen die politische Lage leicht und verständlich für Jugendliche darlegen und zeigen, was und wen sie wirklich wählen.

WAHLKAMPF-FIXSTARTER? WAHLKAMPF DARF FÜR DIE SJ KEIN AUTOMATISMUS SEIN. WIR MÜSSEN NICHT JEDEN WAHLKAMPF GLEICH STARK UND INTENSIV FÜHREN – SONDERN MÜSSEN UNSERE ZIELE STRATEGISCH ABWIEGEN.

Was wollen und können wir mit aktiver Beteiligung erreichen – welche KandidatInnen gilt es zu unterstützen? Die SJ darf keinen Wahlkampf nur des Wahlkampfs wegen führen. Nicht Selbstzweck sondern Mehrwert lautet die Devise! Können wir dadurch viele Jugendliche erreichen? Schaffen wir es durch die Themenauswahl Mitglieder zu gewinnen? Können wir unser Image verbessern und schaffen wir den Spagat zwischen Wahlkampf für die SPÖ und einem kritischen Auftreten?

Prinzipiell muss unser Ziel lauten eine SPÖ Linke aufzubauen, um parteiintern den notwendigen Ruck nach links zu initiieren. Eine Teilstrategie dessen ist es auch SJ- AktivistInnen dahingehend zu unterstützen, dass sie wählbare Listenplätze erreichen und so unsere Grundwerte im politischen Alltag einfordern können. SJ Kandidaturen gilt es also zu unterstützen, doch uns muss klar sein, dass wir, auch wenn wir den Wahlkampf als Sozialistische Jugend begehen, für die SPÖ Liste werben. Ein anderes Layout ändert daran nichts. Deshalb müssen wir uns stets versichern, dass wir mit einem sozialistischen Programm antreten und unsere Forderungen auch im Wahlkampf standhaft und offensiv vertreten. Denn das auf die SJ genauso abfärbende Glaubwürdigkeitsproblem der SPÖ, wird sonst auf lange Sicht zum erheblichen Problem für uns.

DER INHALT MACHT’S

Unser Ziel kann nicht sein, gewählt zu werden, weil wir die schönsten Kulis verteilen. Ein Wahlkampf der SJ muss sich auf Inhalte stützen. Die richtigen Inhalte! Denn jeder Wahlkampf, den wir führen, ist natürlich auch gleichzeitig eine Image-Kampagne für uns und muss Jugendliche von uns überzeugen. Wenn wir Geld in die Hand nehmen, dann für die politische Botschaften: Materialien die wir produzieren, brauchen inhaltlichen Hintergrund, wie beispielsweise Kondome. Gleichzeitig und begleitend ist es natürlich trotzdem auch wichtig verstärkt unser jugendkulturelles Image aufzupolieren und es zu schaffen am Puls der Zeit zu sein.

Hinter jedem Wahlkampf muss allenfalls ein gesamtorganisatorisches Ziel und ein Nutzen stecken, und nicht der Selbstzweck des Wahlkampfes. Als Sozialistische Jugend sind unsere Ressourcen begrenzt und oft schadet es nicht den Blick nach innen zu richten und sich mit sich selbst zu beschäftigen, wenngleich die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Wahlthemen nie ausbleiben darf.

 

 

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