Die ersten Tage als Vorsitzende

Der Verbandstag ist vorbei. Nach unzähligen Interviews und Presseanfragen gestern und vorgestern, hab ich jetzt endlich die Zeit gefunden einen Blog zu schreiben. Ich möchte nochmals allen danken und möchte festhalten, dass ich extrem stolz bin erste weibliche und gleichzeitig jüngste Vorsitzende in der Geschichte unserer großartigen Organisation zu sein. Ich bin nun mehr motiviert als je zuvor, alle beschlossenen Anträge gemeinsam mit euch umzusetzen und organisatorische Baustellen anzugehen!

 

Es ist viel zu tun!

Wie gesagt, gibt es einige Baustellen in unserer Organisation und es wartet viel Arbeit. Eine Organisation lässt sich aber nicht von heute auf morgen grundlegend verändern, sondern es braucht Zeit und vor allem den gemeinsamen Willen aller, um die SJ weiterzuentwickeln und noch großartiger zu machen. Es muss auch klar sein, dass nicht von heute auf morgen alle Projekte meines Programmes umgesetzt werden können, sondern Dinge nur Schritt für Schritt und gemeinsam umgesetzt werden können. Die letzten Monate haben auf alle Fälle eine Aufbruchsstimmung in die SJ gebracht – die wirkliche Arbeit beginnt aber eben erst jetzt: Die Diskussionen im Vorfeld des Verbandstages haben viele wichtigen inhaltliche Diskussionen angestoßen und es hat sich gezeigt, dass auch wir unsere Organisation in Zukunft mit Demokratie durchfluten müssen. Die internen Diskussionen und Differenzen haben unsere Positionierung geschärft. Die vom gesamten Verbandstag beschlossenen Anträge gilt es nun zusammen mit allen Mitgliedern des Verbandsvorstandes und allen Landesorganisationen – egal welche Kandidatin vor dem Verbandstag unterstützt wurde – gemeinsam umzusetzen. Ein wichtiger Leitantrag war ja unter anderem, dass wir als Sozialistische Jugend gemeinsam für einen Austritt der SPÖ aus der Großen Koalition kämpfen müssen

 

It’s the media,baby!


Womit ich schon zum Tagesablauf meiner ersten zwei Tage als Vorsitzende komme: Mein Telefon läutet zurzeit in einer Tour und ich konnte in so gut wie allen relevanten Medien unseres Landes unsere Forderung nach einem Aus des großkoalitionären Untergangs der Sozialdemokratie unterbringen. Die SJ hat es auch erstmals auf den ORF Teletext geschafft. Es war wirklich spannend für mich, wie die unterschiedlichen Zeitungen unterschiedliche Fragen stellen und welche Fragen abseits des Politischen gekommen sind. Bsp: Ob auch meine Eltern Mitglieder der Sozialdemokratie sind, wurde des Öfteren gefragt. (Sind sie nicht.) Ein erfolgreiches Medienecho auf unsere Forderungen kann aber nur ein Anfang sein. Jetzt heißt es Bündnisse für diese Forderung zu suchen.

Medien_Collage

Weiters wurde die Medienöffentlichkeit des Verbandstages diskutiert. Dazu gilt es zu sagen, dass wenn Konflikte im Raum stehen diese auch ausdiskutiert werden müssen- und zwar offen und ehrlich. Wären Medien im Raum gewesen, hätte dies die Stimmung im Saal denke ich schon merklich beeinflusst. Man spricht anders, wenn alles was man sagt, schon morgen in der Zeitung stehen könnte. Solche Diskussionen muss man eben intern führen, da sie auch intern zu entscheiden sind. Ein Verbandstag hat nicht das vorderste Ziel, ein Medienspektakel zu sein, das uns Schlagzeilen bringt, sondern uns eine möglichst gute Diskussionsplattform zu sein. Und zwar eine transparente- denn hier ist die Forderung angebracht. SJ intern sollte niemand von der Debatte ferngehalten werden, und deshalb wurden heuer bereits im Vorhinein alle Anträge online gestellt, sodass Abänderungsanträge schon im Vorfeld möglich sind, für GenossInnen, die nicht kommen können. Genauso konnte jedes SJ Mitglied teilnehmen und hat auch Rederecht genossen, egal ob delegiert oder nicht. Die Idee, eines Lifestreams der nur für SJ Mitglieder zugänglich ist, scheint mir aber eine gute zu sein, um noch mehr Leute teilhaben zu lassen. Nach dem Verbandstag ist ja auch vor dem Verbandstag- falls weitere Verbesserungsvorschläge für den VBT 2016 in der Luft schweben- her damit!

 

Gemeinsam ist uns nichts zu groß!

Mitten in einer der größten Krisen es Kapitalismus gilt es also mehr denn je zusammenzustehen und den Feind nicht in den eigenen Reihen zu suchen. Stellen wir nun nach dem Verbandstag die Debatten um Funktionen wieder in den Hintergrund und führen wir unseren Kampf für eine sozialistische Gesellschaft gemeinsam. Ich will Vorsitzende aller Landesorganisationen und aller SJ-Mitglieder sein – und genau deshalb werde ich in den nächsten Tagen und Wochen auch auf alle zugehen und den Dialog und Kompromiss suchen. Denn nur gemeinsam ist uns nichts zu groß! 


 

PS: Da gerade wirklich viel passiert und vieles neu für mich ist, hoffe ich, dass ich es auch schaffe, alle meine Gedanken niederzuschreiben und weiterhin so viel wie möglich zu bloggen. Erst gestern war ich zum Beispiel gemeinsam mit u.a. Andi Babler und Niki Kowall auf einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der Sozialdemokratie in Europa oder am Vormittag in Wr. Neustadt beim Fluchthilfeprozess. Man kann bei diesen Verhandlungen teilnehmen um Solidarität zu zeigen und um zu berichten, wie diese Prozesse vor sich gehen. Vielleicht wollen mir ja einige SJlerInnen folgen? Ich bemühe mich auf alle Fälle euch so viel wie möglich und so ehrlich wie möglich meine Arbeit und meine Gedanken als SJ Verbandsvorsitzende weiterzugeben.

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