Grußadresse zum Hiroshima-Gedenktag 2014

Liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde!

Wettrüsten, Präventivschläge, Vergeltungsangriffe und eine übermächtige Waffenlobby sind leider kein Relikt aus dem Kalten Krieg, sondern immer noch top-aktuell. Ein Europa, in dem rechtsextreme Kräfte und gefährlicher Nationalismus durch die katastrophale Krisenpolitik der Troika gestärkt werden.

Eine Ukraine, in der mit Unterstützung der EU in offenster Weise faschistische und antisemitische Tendenzen Einzug halten.

Ein Friedensnobelpreisträger, der als US-Präsident ferngesteuerte Drohnenkriege fährt, einen Militäreinsatz in Libyen startet und mehr Soldaten in Afghanistan stationiert hat als unter Bush.

Eine Europäische Union, die vorgibt, Demokratiebestrebungen zu unterstützen, liefert als Friedensnobelpreisträgerin Kriegsmaterial an diktatorische Regime im arabischen Raum, die Freiheitsbewegungen zusammenschießen.

Eine israelische Regierung, die den Israel-Palästina-Konflikt mit Bombardements im Gazastreifen lösen will und hunderte tote ZivilistInnen dabei in Kauf nimmt.

Ein französischer Präsident, der durch Waffengewalt wirtschaftliche Interessen in ehemaligen Kolonien durchsetzen will.

Eine Europäische Union die sich hinaufrüstet und wenn es darauf ankommt ihre Battlegroups nicht nur im Ausland, sondern auch im Inneren gegen DemonstrantInnen einsetzen will.

Eine japanische Regierung, die die pazifistische Nachkriegs-Verfassung ändern lässt, um künftig Präventivschläge zu ermöglichen.

Aktuell werfen 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg die verschiedenen imperialen Mächte wieder die Kriegspropanda an und sehnen Kriege zur Erreichung geopolitischer und wirtschaftlicher Ziele herbei. Der Aufrüstung der Worte folgt leider weltweit wieder Krieg zur scheinbaren Lösung von Konflikten. Anstatt augenscheinliche ökonomische und soziale Probleme lösen zu wollen, werden wieder viele Staaten und deren Zivilbevölkerungen zum Spielball im geopolitischen Kräftemessen.

Global gesehen hat die Gewalt in den letzten Jahren massiv zugenommen. 35 andauernde Kriege und Konflikte werden auf unserem Planeten zurzeit geführt. Ebenso zugenommen hat die Aufrüstung. Die weltweiten Rüstungsausgaben liegen 2014 bei mehr als 1,5 Billionen Dollar – während Hunger und Armut auf der Welt immer noch enorm sind und sich durch die Krise weiter zugespitzt haben.

Was es daher jetzt braucht, ist eine neue starke Friedensbewegung, die sich der Kriegspropaganda in den Medien und der feigen europäischen Politik entgegenstellt!

Liebe Freundinnen und Freunde. In Zeiten wirtschaftlicher Krisen, explodierender Arbeitslosigkeit und Sparpaketen zulasten der breiten Bevölkerung wachsen auch die Akzeptanz autoritärer Politik und die Wahrscheinlichkeit kriegerischer Auseinandersetzungen.

Wir wissen: Wer im Namen des Friedens Krieg führt, macht sich völlig unglaubwürdig. „Bombing for peace is like fucking for virginity! “, lautet ein bekannter Spruch. Dieser Spruch bringt es auf den Punkt. Kein Krieg kann je gewonnen werden, politische Konflikte können nicht militärisch gelöst werden. Kann das Böse, der Terror mit Waffen bekämpft werden? Können Streubomben und Hightech-Waffen einer angeblich unzivilisierten Welt unsere angebliche Zivilisation schmackhaft machen? Welche Freiheit verteidigen wir denn so vehement? Die des Geistes oder vielleicht doch nur die des freien Marktes? Und vernichten wir mit immer neuen Anti-Terrorgesetzen nicht genau das, weswegen unsere Demokratie zu Recht verteidigt werden sollte?

Es ist immer dasselbe Spiel: Früher war es der Krieg gegen die Drogen, dann ist es der Terror, dann sind es angebliche Massenvernichtungswaffen, ein anderes Mal ist es ein angebliches Atomwaffenprogramm. Eine auf Lügen basierende Kriegshetze, gepaart mit kriegerischer Medienpropaganda, soll die neuen militärischen Kreuzzüge rechtfertigen.

Wir schauen dem nicht tatenlos zu. Wir sagen: Nein zum Krieg! Schon zu viele sind durch Bomben getötet, aus ihrer Heimat vertrieben worden, durch Blindgänger und Minen umgekommen oder haben ihre Familien verloren. Lassen wir uns keine Kriege mehr aufzwingen!

Es lebe der Frieden!

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